03. 02. 26
Seit Anfang Jahr beim plan:team: Nicole Schaffner, Elio Wildisen, Janine Möri und Martin Imholz (im Uhrzeigersinn).

Seit Anfang Jahr beim plan:team: Nicole Schaffner, Elio Wildisen, Janine Möri und Martin Imholz (im Uhrzeigersinn).

 

Herzlich willkommen, Nicole Schaffner, Elio Wildisen, Janine Möri und Martin Imholz!

Per 1. Januar hat plan:team das Raumplanungsbüro AM-Plan mit Büros in Altdorf und Stans übernommen. Damit stiessen gleich vier neue Mitarbeitende zu uns. AM-Plan war eine Unternehmung der Geoterra Gruppe, die vor allem im Bereich des Bauingenieurs- und Vermessungswesens tätig ist. Im Interview stellen sich unsere neuen Kolleg:innen kurz vor. 

 

Mit Janine Möri (Architektin), Martin Imholz (Raumplaner und Geomatiker), Nicole Schaffner (Geografin) und Elio Wildisen (Geograf) stärken wir unser interdisziplinäres Büro weiter. Wir freuen uns, die bislang von AM-Plan betreuten Projekte (hauptsächlich in UR und NW) zu übernehmen und den Lebensraum in diesen Regionen weiterzuentwickeln.

 

Was bedeutet für dich Lebensraum?

Janine: Für mich ist Lebensraum der Ort, an dem Menschen leben, sich bewegen und ihren Alltag gestalten, geprägt von Natur, Freiraum und gebauten Strukturen. Er beeinflusst die Lebensqualität und bietet Raum zum Leben, Erholen und Zusammenkommen.

Technik, Wachstum, Digitalisierung und der Klimawandel verändern unseren Lebensraum stetig und stellen uns vor neue Herausforderungen. Lebensraum entsteht im Zusammenspiel verschiedener Ansprüche, weshalb eine bewusste und nachhaltige Nutzung von Fläche und Ressourcen entscheidend ist.

 

Elio: Wie das Wort schon verrät, denke ich beim Begriff «Lebensraum» an etwas Belebtes, Lebendiges – seien es Menschen, Tiere oder Pflanzen. Für alle braucht es Platz, oder eben Raum. Für mich ist es eine der zentralen Fragen der Raumplanung, wie wir es schaffen, allen Lebewesen einen angemessenen Lebensraum zu schaffen und wie sich diese verschiedenen Lebensräume miteinander vereinen lassen.

 

Nicole: Ich verbinde mit dem Begriff «Lebensraum» vor allem den gestaltbaren Raum für Menschen. Dazu gehören Wohngebiete, Arbeitsorte, Verkehrswege, Grünflächen und Freiräume. Ein Lebensraum soll so geplant werden, dass er funktional ist, die Bedürfnisse der Bevölkerung erfüllt und gleichzeitig Umwelt und Ressourcen schont. Wichtig sind daher Aspekte wie nachhaltige Entwicklung, hohe Lebensqualität, ausgewogene Nutzung und gute Erreichbarkeit.

 

Martin: «Lebensraum» bedeutet für mich im engeren Sinn die Umgebung, in der ich wohne, mich bewege und aufhalte. Dieser Lebensraum prägt meine subjektive Wahrnehmung der Umwelt, schafft Vertrauen und Identität. Im weiteren Sinn verstehe ich «Lebensraum» als Resultat einer wechselseitigen Beziehung der Gesellschaft als Ganzes mit dem Raum, in dem diese lebt und wirkt.

 

Inwiefern hat die Raumplanung Einfluss auf dein Leben, auf deinen persönlichen Alltag?

Nicole: Die Raumplanung formt und strukturiert die Räume, in denen wir leben, und prägt dadurch auch meinen täglichen Ablauf wirkungsvoll. Meine persönliche Lebensqualität steht in engem Zusammenhang mit der Art, wie dieses Umfeld geplant und entwickelt wird. Dadurch wird bestimmt, wie mobil ich bin, wo ich Erholung finde und welche Chancen und Angebote mir mein Wohn- und Lebensumfeld insgesamt eröffnet.

 

Janine: Raumplanung beeinflusst meinen Alltag auf vielfältige Weise, oft unbewusst. Gut gestaltete Räume machen das Leben sicherer und angenehmer und tragen entscheidend zur Lebensqualität, dem Wohlbefinden und zu einer qualitätsvollen Wohnumgebung bei. Eine sorgfältige Raumplanung hat somit einen direkten und positiven Einfluss auf mein tägliches Leben.

 

Martin: Die Raumplanung ist omnipräsent und beeinflusst mich als Familienvater (sichere Schulwege), Pendler (ÖV-Angebot), Freizeitsportler (Natur- und Landschaftswerte), Konsument (Zentrumsentwicklung, Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs), Laienmusiker (öffentliche Infrastrukturen) und und und…

Es gibt wohl keinen Bereich des Alltags, welcher nicht von der Raumplanung beeinflusst wird, sogar während des Schlafens (Lärmimmissionen)????

 

Elio: Ich wohne am Eingang von Kriens und somit an der Schnittstelle zwischen Stadt und Agglomeration. Das finde ich enorm spannend. Hier passiert so viel: die Entwicklungen am Bahnhof Mattenhof, im Nidfeld, auf dem Eichhof-Areal, die Bypass-Diskussion und eine mögliche Autobahn-Überdachung. Und mittendrin liegt unsere Strasse, die von all diesen Entwicklungen irgendwie unberührt bleibt. Gefühlt hat sich hier seit den 60er-Jahren nichts mehr verändert. Ich finde es total schön und auch wichtig, dass es inmitten dieser Dynamik auch entschleunigte Orte gibt, wo der Wohnraum zwar nicht modern, dafür noch preisgünstig ist. Dieses Zusammenspiel aus Neu und Alt auf engem Raum gefällt mir.

 

Wo siehst du die grössten Herausforderungen der Raumplanung in den kommenden Jahren?

Martin: Die grössten Herausforderungen in der Raumplanung sehe ich unter anderem in der Siedlungsentwicklung (wachsender Wohnbedarf, Innenverdichtung), Klimaanpassung (Naturgefahren, Klimaschutz), Biodiverstiät (Artenvielfalt, Vernetzung) und gesellschaftlicher Wandel (Demographie, Individualisierung).

Die Raumplanung und ihre Methoden steht dabei in der Verantwortung, den Perspektivenwechsel zu ermöglichen. Weg von der individuellen Sichtweise hin zu einem gemeinsamen Verständnis für ausgewogene und tragfähige Lösungen.

 

Nicole: Eine grosse Herausforderung der Raumplanung sehe ich im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Siedlungen sind widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen wie Hitze, Starkregen oder Überschwemmungen zu gestalten. Ausserdem muss die Raumplanung dazu beitragen, den Flächenverbrauch zu reduzieren und klimafreundliche Mobilität sowie erneuerbare Energien zu fördern. Gleichzeitig gilt es, mehr Grün- und Freiräume zu schaffen, um Städte zu kühlen und die Lebensqualität trotz steigender Temperaturen zu erhalten.

 

Janine: Die grösste Herausforderung der Raumplanung in den kommenden Jahren besteht aus meiner Sicht darin, die vielen unterschiedlichen Interessen und Anforderungen in Einklang zu bringen. Ein zentrales Thema dabei ist der knappe Boden. Steigender Nutzungsdruck und die notwendige Innenverdichtung führen zu Konflikten zwischen Siedlungsentwicklung, Natur und Freiraum sowie den Bedürfnissen der Menschen.

Die Raumplanung übernimmt dabei eine vermittelnde Rolle, indem sie vorausschauende und nachhaltige Rahmenbedingungen schafft. Tragfähige Lösungen können jedoch nur im Zusammenspiel mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entstehen.

 

Elio: Die Wohnraumknappheit und die heutigen Verkehrsprobleme beschäftigen die Raumplanung bereits heute und die Herausforderungen werden nicht kleiner. Gleichzeitig offenbaren sich die Auswirkungen des Klimawandels und der Biodiversitätskrise immer stärker. Die Vielschichtigkeit dieser Herausforderungen ruft nach inter- und transdisziplinären Lösungen. Hier kann die Raumplanung einen wichtigen Beitrag leisten, weil sie immer eine Vielzahl von Akteuren und Interessen im Blick hat. So entstehen mehrheitsfähige Lösungen.

 

Worauf freust du dich bei deiner Arbeit bei plan:team am meisten?

Elio: Ich freue mich vor allem auf das vielseitige Team. Das plan:team vereint unglaublich viel Fachwissen und verschiedene Biographien unter einem Dach. Für meine persönliche Arbeit stellt das eine grosse Bereicherung dar.

 

Nicole: Ich freue mich darauf, aktiv Teil eines engagierten, interdisziplinären Teams zu sein und meinen Beitrag zu zukunftsfähigen Lebensräumen zu leisten.

 

Martin: Ich freue mich sehr, meine Erfahrung und mein Fachwissen einzubringen. Gleichzeitig freue ich mich auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team, innovative Ansätze und Methoden und das gemeinsame Lernen.

 

Janine: Ich freue mich besonders auf die Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team bei plan:team. Die verschiedenen Themenbereiche bieten spannende Möglichkeiten, Projekte ganzheitlich zu betrachten und neue Perspektiven kennenzulernen.

Gerne möchte ich im offenen Austausch mit dem Team an der Entwicklung nachhaltiger Lösungen beteiligen. An plan:team begeistert mich vor allem der offene Teamgeist und die Möglichkeit, Visionen gemeinsam zu verwirklichen.

 

 

Weitere Infos finden Sie in der Medienmitteilung zur Übernahme der AM-Plan AG durch die Planteam S AG.

Autor: Planteam
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«Ich bin beim plan:team, weil ich hier die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung stellen kann.»

Kristina Noger, Fachleiterin Freiraum

«Als plan:team setzen wir uns mit allen Aspekten des menschlichen Zusammenlebens auseinander. Die regionale Wirtschaft und Politik sind genauso wichtig wie soziale und ökologische Fragen.»

Claudio Birnstiel, Fachmitarbeiter

«Ich bin GIS-Spezialist und arbeite mittlerweile als Raumplaner. Beim plan:team fühle ich mich deshalb am richtigen Ort. Denn bei unseren Raumanalysen greifen wir täglich auf hochmoderne Geoinformationssysteme zurück.»

Hans Arnet, Projektleiter

«Der Wandel öffentlicher und individueller Erwartungen an unseren räumlich begrenzten Lebensraum ist mit grossen Herausforderungen verbunden. Es ist eine der anspruchsvollen Aufgaben unserer Zeit, ihn gemeinsam mit den involvierten Akteur:innen für die kommende Generation zu gestalten.»

Mark Zibell, Projektleiter

«Wo geplant wird, wird bewegt.»

Angela Montagano, Fachmitarbeiterin

«Flexible Arbeitsplätze tragen zur kreativen Lösungsfindung bei.»

Jonas Huwiler, Fachmitarbeiter

Schulraumplanung ist komplex. Die verschiedenen Einflussfaktoren werden in Beziehung gesetzt, sodass sie die Eigenheiten des Ortes widerspiegeln. Wir unterstützen Gemeinden vom Kleindorf bis zur Stadt mit mehreren Schulstandorten.

Daniel Sax, Fachmitarbeiter