Frühlingsanlass 2026: Unterwegs im historischen Flecken Beromünster (LU)
Dieses Jahr verschlug es uns im Rahmen unseren traditionellen Frühlingsanlasses bei schönem aber kalten Wetter ins luzernische Beromünster an der Grenze zum Kanton Aargau. Nicht nur wegen des ehemaligen Landessenders mit der bekannten Frequenz 531.
Während des 2. Weltkrieges war der Schweizer Landessender Radio Beromünster der einzige nicht-propagandistische Sender , der im benachbarten Ausland empfangen werden konnte. Nicht nur deshalb ist der Flecken ein Ort mit enorm viel und fast 1’000-jähriger Geschichte – vom Spätmittelalter bis weit ins 20. Jahrhundert. So wurde 1470 in Beromünster etwa das erste in der Schweiz datierte Buch mit der neu erfundenen Technologie des Buchdrucks gedruckt.
In zwei Gruppen wurden wir vom fachkundigen Ur-Möischterer Franz Herzog durch den mittelalterlichen Stiftsbezirks und den Flecken geführt. Vielen Dank für die spannenden und bisweilen auch humorvollen Eindrücke.
Wichtig: Als «Dorf» sollte Beromünster gemäss den Einheimischen nicht bezeichnet werden. Auch «Städtli» ist aus historischer Sicht falsch, obwohl der Ortskern an die Luzerner «Städtli» Willisau und Sempach erinnert. Der Grund: in Beromünster gab es, im Unterschied zu den bei den anderen, nie eine Stadtmauer. Seinen Namen verdankt der Ort übrigens von Graf Bero, dem Gründer des Stiftsbezirks und somit der heutigen Ortschaft.
Einen spannenden Input zur Waldkathedrale erhielten wir von Nathalie Wey, die ab kommendem Herbst bei uns als Fachspezialistin ISOS und Denkmalschutz arbeiten wird. Vielen Dank liebe Nathalie!
Nach all diesen Eindrücken liessen wir es uns beim gemeinsamen Grillieren und feinem lokalen 531-Bier gut gehen.
Vielen Dank ans Organisationsteam und an alle, die dabei waren. Wir freuen uns bereits auf den Herbstanlass und sind gespannt, wo es hingehen wird.
Eindrücke gibt’s in der Fotogalerie. Viel Spass!
