Kommunikation Zentraler Oberstufenstandort Kreisschule Lotten (AG)
Die Weiterentwicklung der Kreisschule Lotten begann mit einer von plan:team durchgeführten raumplanerischen Standortevaluation. Im Auftrag der Gemeinden Rupperswil, Hunzenschwil und Schafisheim wurden verschiedene Möglichkeiten für die langfristige Sicherung des Oberstufenschulraums geprüft und miteinander verglichen.
Die Evaluation zeigte, dass ein zentraler Standort in Rupperswil langfristig die zweckmässigste Lösung darstellt und daher die anderen Standorte in Schafisheim und Hunzenschwil aufgegeben werden sollen.
Mit dem Standortentscheid rückte zunehmend die politische Dimension des Projekts in den Vordergrund.
- Drei Gemeinden,
- unterschiedliche lokale Gewichtungen der einzelnen Fragestellungen,
- hohe Investitionen von rund 30 Mio. Franken und
- die Aufgabe, für dasselbe Vorhaben an drei nacheinander stattfindenden Gemeindeversammlungen Mehrheiten zu gewinnen.
Dies machte eine sorgfältig abgestimmte Kommunikation entscheidend. Aufgrund dieser politischen Brisanz begleitete plan:team die Gemeinden und den Schulverband deshalb auch bei der Kommunikation im Rahmen des nach der Standortevaluation folgenden politischen Prozesses.
Im Zentrum stand die Frage, wie die komplexen fachlichen Grundlagen verständlich, transparent und politisch nachvollziehbar vermittelt werden können. plan:team entwickelte dafür eine Kommunikationsarchitektur, welche die einzelnen Projektphasen und Entscheide klar voneinander trennt: Was ist bereits entschieden? Welche Fragen sind noch offen? Worüber wird heute abgestimmt? Und welche Entscheide folgen erst später?
Darauf aufbauend konzipierte plan:team unter anderem
- Abstimmungsbotschaften,
- Medienmitteilungen,
- Präsentationen,
- ein Q&A (Fragen & Antworten)
- die Projektwebsite
- sowie eine gemeinsame Informationsveranstaltung.
Ausserdem unterstützte plan:team die Gemeinden bei der Beantwortung direkter kritischer Anfragen von Bürger:innen.
Ein besonderes Augenmerk lag darauf, nicht vorschnell ein fertiges Projekt zu vermitteln, sondern den Handlungsbedarf, die geprüften Alternativen sowie Chancen, Zielkonflikte und Unsicherheiten nachvollziehbar darzustellen. Themen wie Bildungsqualität, Schulwege, Kosten/Finanzen, Standort, Verkehr und lokale Interessen wurden in einen Gesamtzusammenhang gestellt.
Die Stimmberechtigten aller drei Gemeinden stimmten dem gemeinsamen Vorgehen und dem Kredit für den nächsten Planungsschritt zu. Damit konnte eine zentrale politische Hürde genommen und der Weg für den Architekturwettbewerb freigemacht werden.